Projektlaufzeit

November 2012 bis Juli 2014

Ansprechpartner

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Michael Brater
Christiane Hemmer-Schanze

Evaluation der Aus- und Weiterbildung zum Waldorflehrer (m/w)

Studien- bzw. Berufsabbruch bei Waldorflehrkräften

Wie in jeder Ausbildung, gibt es auch auf dem Weg zur Waldorflehrkraft Studierende oder Berufseinsteiger, die nicht dauerhaft zum Ziel der Lehrtätigkeit gelangen, und wie überall sonst bemüht man sich auch bei den Waldorfschulen darum, die Abbrecherzahlen so klein wie möglich zu halten. In einer empirischen Studie soll untersucht werden, welche Gründe vorliegen, wenn angehende Waldorflehrkräfte ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen oder wenn sie nach dem Waldorflehrer-Studium keine Stelle an einer Waldorfschule antreten oder ihre erste Stelle an einer Waldorfschule bald wieder aufgeben. Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, wie durch die Verbesserung von Studienbedingungen, durch gezielte Unterstützung bei der Stellensuche oder bei der Einarbeitung von Berufsanfängern diese „Schwundquote“ in Zukunft reduziert und damit der zunehmende Bedarf der Waldorfschulen nach qualifizierten Lehrkräften besser gedeckt werden kann.

Wer den Beruf der Waldorflehrkraft ergreifen will, absolviert in der Regel zunächst eine entsprechende Ausbildung an einer Hochschule oder einem Waldorflehrerseminar, sucht sich eine passende Anstellung und mündet dann über eine Einarbeitungsphase erfolgreich in die Berufspraxis ein. Doch nicht immer gelingt dies und so gibt es – wie in anderen Ausbildungsgängen auch:

  • Studierende, die ihr Studium vorzeitig abbrechen,
  • Absolventen, die sich beruflich anderweitig orientieren, oder
  • Berufseinsteiger, die ihre erste Tätigkeit als Waldorflehrer bald wieder beenden.

Hinter einem solchen Abbruch steht oftmals eine biografische Enttäuschung, und in den meisten Fällen ist sie mit einem Gefühl von „Fehlinvestition“ an Hoffnungen, Mühen, Arbeit, Zeit und auch Geld verbunden. Das rechtfertigt jedes Bemühen, solche Studien- und Berufsabbrüche möglichst zu vermeiden. Zwar liegen auch oft rein persönliche Gründe für berufsbiografische Um- und Neuorientierungen vor, die nicht von außen zu beeinflussen sind. Wenn es aber bestimmte (verbesserungsfähige) Bedingungen des Studiums, der Stellensuche oder der Einarbeitung als Waldorflehrer sind, die zum Abbruch bzw. „Nichteinstieg“ in die Laufbahn als Lehrkraft führen, dann stellt sich die Frage, ob und wie man diese Bedingungen künftig verbessern kann.

Der Bund der Freien Waldorfschulen hat den Verein der GAB München mit der Durchführung einer Studie beauftragt, die die Ursachen für solche Studien- bzw. Berufsabbrüche bei Waldorflehrkräften erforschen soll. Die zentrale Frage ist hierbei: Kann von Seiten der Ausbildungsstätten und Waldorfschulen etwas unternommen werden, um Studien- und frühe Berufsabbrüche zu verhindern? Hintergrund dieser Studie sind u. a. der anhaltende Lehrermangel an Waldorfschulen und die Überlegung, ob durch eine Verringerung der Abbruchquote den Schulen mehr qualifizierte Waldorflehrkräfte zur Verfügung gestellt werden können.

Im November 2012 begann das Projekt in enger Kooperation mit der „Spurgruppe Evaluation“ des Bundes der Freien Waldorfschulen. Das Vorgehen untergliederte sich in 3 Erhebungsphasen:

  • Zunächst führte die GAB eine schriftliche Befragung der drei „Abbrecher-Gruppen“ durch, die durch telefonische Interviews ergänzt wurde (1. Phase).
  • Sobald die ersten Erkenntnissen über wesentliche Ursachen und Motive des Abbrechens vorlagen, wurden auch einige „Verbleiber“ befragt, um herauszufinden, was dazu führte, dass diese sich als „resilient“ gegenüber den von uns ermittelten studien- bzw. praxisbedingten Risikofaktoren, Hindernissen und Schwierigkeiten erwiesen haben (2. Phase).
  • Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen wurden dann mit allen beteiligten Akteursgruppen – Studierende, Junglehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Waldorflehrerseminare, der berufseinführenden Waldorfschulen und anderer Fachgremien des Bundes der Freien Waldorfschulen – diskutiert (3. Phase).

Der daraus resultierende Abschlussbericht enthält auch konkrete Empfehlungen, welche qualitätsentwickelnden und -verbessernden Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung von Waldorflehrern geeignet sind, die „Schwundquote“ bei Studierenden an deutschen Waldorflehrerseminaren und bei Berufsanfängern nachhaltig zu reduzieren.

Auftraggeber

Projektlaufzeit

November 2012 bis Juli 2014

Ansprechpartner

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Michael Brater
Christiane Hemmer-Schanze

Evaluation der Aus- und Weiterbildung zum Waldorflehrer (m/w)

Studien- bzw. Berufsabbruch bei Waldorflehrkräften

Wie in jeder Ausbildung, gibt es auch auf dem Weg zur Waldorflehrkraft Studierende oder Berufseinsteiger, die nicht dauerhaft zum Ziel der Lehrtätigkeit gelangen, und wie überall sonst bemüht man sich auch bei den Waldorfschulen darum, die Abbrecherzahlen so klein wie möglich zu halten. In einer empirischen Studie soll untersucht werden, welche Gründe vorliegen, wenn angehende Waldorflehrkräfte ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen oder wenn sie nach dem Waldorflehrer-Studium keine Stelle an einer Waldorfschule antreten oder ihre erste Stelle an einer Waldorfschule bald wieder aufgeben. Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, wie durch die Verbesserung von Studienbedingungen, durch gezielte Unterstützung bei der Stellensuche oder bei der Einarbeitung von Berufsanfängern diese „Schwundquote“ in Zukunft reduziert und damit der zunehmende Bedarf der Waldorfschulen nach qualifizierten Lehrkräften besser gedeckt werden kann.

Wer den Beruf der Waldorflehrkraft ergreifen will, absolviert in der Regel zunächst eine entsprechende Ausbildung an einer Hochschule oder einem Waldorflehrerseminar, sucht sich eine passende Anstellung und mündet dann über eine Einarbeitungsphase erfolgreich in die Berufspraxis ein. Doch nicht immer gelingt dies und so gibt es – wie in anderen Ausbildungsgängen auch:

  • Studierende, die ihr Studium vorzeitig abbrechen,
  • Absolventen, die sich beruflich anderweitig orientieren, oder
  • Berufseinsteiger, die ihre erste Tätigkeit als Waldorflehrer bald wieder beenden.

Hinter einem solchen Abbruch steht oftmals eine biografische Enttäuschung, und in den meisten Fällen ist sie mit einem Gefühl von „Fehlinvestition“ an Hoffnungen, Mühen, Arbeit, Zeit und auch Geld verbunden. Das rechtfertigt jedes Bemühen, solche Studien- und Berufsabbrüche möglichst zu vermeiden. Zwar liegen auch oft rein persönliche Gründe für berufsbiografische Um- und Neuorientierungen vor, die nicht von außen zu beeinflussen sind. Wenn es aber bestimmte (verbesserungsfähige) Bedingungen des Studiums, der Stellensuche oder der Einarbeitung als Waldorflehrer sind, die zum Abbruch bzw. „Nichteinstieg“ in die Laufbahn als Lehrkraft führen, dann stellt sich die Frage, ob und wie man diese Bedingungen künftig verbessern kann.

Der Bund der Freien Waldorfschulen hat den Verein der GAB München mit der Durchführung einer Studie beauftragt, die die Ursachen für solche Studien- bzw. Berufsabbrüche bei Waldorflehrkräften erforschen soll. Die zentrale Frage ist hierbei: Kann von Seiten der Ausbildungsstätten und Waldorfschulen etwas unternommen werden, um Studien- und frühe Berufsabbrüche zu verhindern? Hintergrund dieser Studie sind u. a. der anhaltende Lehrermangel an Waldorfschulen und die Überlegung, ob durch eine Verringerung der Abbruchquote den Schulen mehr qualifizierte Waldorflehrkräfte zur Verfügung gestellt werden können.

Im November 2012 begann das Projekt in enger Kooperation mit der „Spurgruppe Evaluation“ des Bundes der Freien Waldorfschulen. Das Vorgehen untergliederte sich in 3 Erhebungsphasen:

  • Zunächst führte die GAB eine schriftliche Befragung der drei „Abbrecher-Gruppen“ durch, die durch telefonische Interviews ergänzt wurde (1. Phase).
  • Sobald die ersten Erkenntnissen über wesentliche Ursachen und Motive des Abbrechens vorlagen, wurden auch einige „Verbleiber“ befragt, um herauszufinden, was dazu führte, dass diese sich als „resilient“ gegenüber den von uns ermittelten studien- bzw. praxisbedingten Risikofaktoren, Hindernissen und Schwierigkeiten erwiesen haben (2. Phase).
  • Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen wurden dann mit allen beteiligten Akteursgruppen – Studierende, Junglehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Waldorflehrerseminare, der berufseinführenden Waldorfschulen und anderer Fachgremien des Bundes der Freien Waldorfschulen – diskutiert (3. Phase).

Der daraus resultierende Abschlussbericht enthält auch konkrete Empfehlungen, welche qualitätsentwickelnden und -verbessernden Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung von Waldorflehrern geeignet sind, die „Schwundquote“ bei Studierenden an deutschen Waldorflehrerseminaren und bei Berufsanfängern nachhaltig zu reduzieren.

Auftraggeber

Projektlaufzeit

November 2012 bis Juli 2014

Ansprechpartner

Projektbeteiligte

Prof. Dr. Michael Brater
Christiane Hemmer-Schanze

Evaluation der Aus- und Weiterbildung zum Waldorflehrer (m/w)

Studien- bzw. Berufsabbruch bei Waldorflehrkräften

Wie in jeder Ausbildung, gibt es auch auf dem Weg zur Waldorflehrkraft Studierende oder Berufseinsteiger, die nicht dauerhaft zum Ziel der Lehrtätigkeit gelangen, und wie überall sonst bemüht man sich auch bei den Waldorfschulen darum, die Abbrecherzahlen so klein wie möglich zu halten. In einer empirischen Studie soll untersucht werden, welche Gründe vorliegen, wenn angehende Waldorflehrkräfte ihre Ausbildung vorzeitig abbrechen oder wenn sie nach dem Waldorflehrer-Studium keine Stelle an einer Waldorfschule antreten oder ihre erste Stelle an einer Waldorfschule bald wieder aufgeben. Es soll nach Möglichkeiten gesucht werden, wie durch die Verbesserung von Studienbedingungen, durch gezielte Unterstützung bei der Stellensuche oder bei der Einarbeitung von Berufsanfängern diese „Schwundquote“ in Zukunft reduziert und damit der zunehmende Bedarf der Waldorfschulen nach qualifizierten Lehrkräften besser gedeckt werden kann.

Wer den Beruf der Waldorflehrkraft ergreifen will, absolviert in der Regel zunächst eine entsprechende Ausbildung an einer Hochschule oder einem Waldorflehrerseminar, sucht sich eine passende Anstellung und mündet dann über eine Einarbeitungsphase erfolgreich in die Berufspraxis ein. Doch nicht immer gelingt dies und so gibt es – wie in anderen Ausbildungsgängen auch:

  • Studierende, die ihr Studium vorzeitig abbrechen,
  • Absolventen, die sich beruflich anderweitig orientieren, oder
  • Berufseinsteiger, die ihre erste Tätigkeit als Waldorflehrer bald wieder beenden.

Hinter einem solchen Abbruch steht oftmals eine biografische Enttäuschung, und in den meisten Fällen ist sie mit einem Gefühl von „Fehlinvestition“ an Hoffnungen, Mühen, Arbeit, Zeit und auch Geld verbunden. Das rechtfertigt jedes Bemühen, solche Studien- und Berufsabbrüche möglichst zu vermeiden. Zwar liegen auch oft rein persönliche Gründe für berufsbiografische Um- und Neuorientierungen vor, die nicht von außen zu beeinflussen sind. Wenn es aber bestimmte (verbesserungsfähige) Bedingungen des Studiums, der Stellensuche oder der Einarbeitung als Waldorflehrer sind, die zum Abbruch bzw. „Nichteinstieg“ in die Laufbahn als Lehrkraft führen, dann stellt sich die Frage, ob und wie man diese Bedingungen künftig verbessern kann.

Der Bund der Freien Waldorfschulen hat den Verein der GAB München mit der Durchführung einer Studie beauftragt, die die Ursachen für solche Studien- bzw. Berufsabbrüche bei Waldorflehrkräften erforschen soll. Die zentrale Frage ist hierbei: Kann von Seiten der Ausbildungsstätten und Waldorfschulen etwas unternommen werden, um Studien- und frühe Berufsabbrüche zu verhindern? Hintergrund dieser Studie sind u. a. der anhaltende Lehrermangel an Waldorfschulen und die Überlegung, ob durch eine Verringerung der Abbruchquote den Schulen mehr qualifizierte Waldorflehrkräfte zur Verfügung gestellt werden können.

Im November 2012 begann das Projekt in enger Kooperation mit der „Spurgruppe Evaluation“ des Bundes der Freien Waldorfschulen. Das Vorgehen untergliederte sich in 3 Erhebungsphasen:

  • Zunächst führte die GAB eine schriftliche Befragung der drei „Abbrecher-Gruppen“ durch, die durch telefonische Interviews ergänzt wurde (1. Phase).
  • Sobald die ersten Erkenntnissen über wesentliche Ursachen und Motive des Abbrechens vorlagen, wurden auch einige „Verbleiber“ befragt, um herauszufinden, was dazu führte, dass diese sich als „resilient“ gegenüber den von uns ermittelten studien- bzw. praxisbedingten Risikofaktoren, Hindernissen und Schwierigkeiten erwiesen haben (2. Phase).
  • Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen wurden dann mit allen beteiligten Akteursgruppen – Studierende, Junglehrkräfte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Waldorflehrerseminare, der berufseinführenden Waldorfschulen und anderer Fachgremien des Bundes der Freien Waldorfschulen – diskutiert (3. Phase).

Der daraus resultierende Abschlussbericht enthält auch konkrete Empfehlungen, welche qualitätsentwickelnden und -verbessernden Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung von Waldorflehrern geeignet sind, die „Schwundquote“ bei Studierenden an deutschen Waldorflehrerseminaren und bei Berufsanfängern nachhaltig zu reduzieren.

Auftraggeber