PROJEKTPARTNER
Friseur- und Kosmetikinnung Cottbus (Durchführungsträger); Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn (fachliche und administrative Betreuung); Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn; Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg, Potsdam; Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e.V. (ISF) München
GAB-VERANTWORTLICHE
Hans G. Bauer,
Claudia Munz
KURZBESCHREIBUNG
Entwicklung und Implementation eines Gesamtkonzepts für eine erfahrungsgeleitete Ausbildung im Handwerk, bei dem das Lernen in Betrieb und Berufsschule durch einen gemeinsamen Ausbildungsplan verzahnt wird. Im Mittelpunkt steht die gezielte Förderung von Erfahrungsfähigkeit, die für den Umgang mit offenen Situationen gebraucht wird.
AUSGANGSFRAGE UND ZIEL
Exzellente Fachkräfte unterscheiden sich von „nur“ guten Fachkräften dadurch, dass sie über ein breites Erfahrungswissen verfügen. Dieses besteht nicht nur aus dem Erfahrungsschatz aus vergangenen Situationen, sondern ist in der Lage, für bisher unbekannte Situationen und deren Unwägbarkeiten angemessene Lösungen zu finden. Dies gelingt mit Hilfe umfassender Wahrnehmungsleistungen, in dialogisch-explorativem Vorgehen, mit assoziativ-bildhaftem Denken und einem spezifischen persönlichen Bezug auf den Arbeitsgegenstand. Ziel war, den Erwerb von Erfahrungswissen in der Ausbildung systematisch lernbar zu machen.
VORGEHENSWEISE
Für alle am Ausbildungsprozess Beteiligte – Auszubildende aller Ausbildungsjahre, betriebliches und schulisches Ausbildungspersonal - wurden Präsenzveranstaltungen und schriftliche Lernunterlagen konzipiert, die sämtlich dem Grundprinzip „Praktische Erfahrung vor theoretischer Vertiefung“ folgen. Die Auszubildenden erhalten für jeden Monat Aufgabenstellungen zum eigenständigen erfahrungsgeleiteten Lernen im Betrieb, die Berufsschule gründet ihre Unterrichtsgestaltung auf diese Erfahrungen. Ergänzend finden Vertiefungstage zur Förderung der Erfahrungsfähigkeit statt.
LAUFZEIT
1.2.2001 – 31.1.2005
FINANZIERUNG
Gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Bonn; des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg, Potsdam; des Europäischen Sozialfonds.
VERÖFFENTLICHUNGEN
Asmus, A.; Bauer, H. G.; Dunkel, W.; Munz, C.; Stiel, M. (2004): Entwicklungsmöglichkeiten durch qualifizierte Arbeit – Beispiele aus dem Friseur- und Kosmetikbereich. In: Kreibich, R. & Oertel, B. (Hrsg.): Erfolg mit Dienstleistungen. Innovationen, Märkte, Kunden, Arbeit. Stuttgart: Schäffer Poeschel Verlag, S. 271-278.
Bauer, H.G., Brater, M., Maurus, A., Munz, C.: Informelle Lernprozesse – Erfahrungsgeleitetes, selbstorganisiertes Lernen. In: Bolte, A.: Die Organisation des Informellen. München 2002.
Bauer, H. G., Böhle, F., Munz, C., Pfeiffer, S.: Erfahrungsgeleitetes Arbeiten und Lernen. In: Dehnbostel, P., Markert, W., Novak, H. (Hg.): Erfahrungslernen in der beruflichen Bildung. Neusäß 1999
Bauer, H.G., Böhle, F., Munz, C., Pfeiffer, S., Woicke, P.: Hightech-Gespür. Erfahrungsgeleitetes Arbeiten und Lernen in hoch technisierten Arbeitsbereichen. Bielefeld 2002 (2. Aufl. 2005)
Böhle, F., Bauer, H. G., Munz, C., Pfeiffer, S.: Kompetenzen für erfahrungsgeleitete Arbeit – neue Inhalte und Methoden beruflicher Bildung bei der Arbeit mit komplexen technischen Systemen. In:
Eicker, F., Petersen, A. W. (Hg.): „Mensch-Maschine-Interaktion“ – Arbeiten und Lernen in rechnergestützten Arbeitssystemen in Industrie, Handwerk und Dienstleistung. Baden-Baden 2001
Munz, C., Bauer, H. G., Lang-Körsgen, R.: Erfahrungsgeleitetes Lernen für Kooperation. In: Böhle, F., Pfeiffer, S., Sevsay-Tegethoff, N. (Hg.): Die Bewältigung des Unplanbaren. Wiesbaden 2004
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