Über uns

Die GAB München wurde 1980 gegründet. Heute arbeiten bei uns 14 wissenschaftliche, interne und externe Experten unterschiedlicher Fachrichtungen und 3 Mitarbeiter in der Verwaltung (interne und externe Experten).

Die GAB München ist ein unabhängiges Institut. Sie arbeitet sie mit dem gemeinnützigen Verein für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung e. V. (VAB) zusammen.

Intern haben wir unsere Arbeit in mehrere Geschäftsfelder aufgegliedert. Wir achten darauf, die Werte, die unsere Arbeit nach außen bestimmen, auch in unserer internen Zusammenarbeit zu realisieren. Dazu gehören für uns der partnerschaftliche Umgang miteinander, kollegiale Beratung, gemeinsame Forschungstage und eine eigene Qualitätssicherung. Von Anfang an verstehen wir die GAB München als eine Art gemeinsames „Praxisexperiment“, bei dem wir auch unkonventionelle Wege für unsere Zusammenarbeit erproben.

Ein Beirat mit sechs Mitgliedern aus Wissenschaft und Wirtschaft begleitet unsere Arbeit.

Die GAB München sucht den Austausch mit anderen Instituten; seit 2004 ist sie am Arbeitszusammenhang der unabhängigen Sozialforschungsinstitute in München beteiligt. (Unabhängige Sozialforschung München)



Eine kurze Geschichte der GAB München



Die GAB München wurde 1980 von Michael Brater, Erhard Fucke und Hans-Ulrich Wehle als gemeinnütziger Verein gegründet. Von Anfang an stand die Erforschung von Umbrüchen in Gesellschaft und Arbeitswelt mit der Frage im Mittelpunkt, wie Arbeit und Beruf persönlichkeitsbildendend wirken können. Dabei ging (und geht) es nicht nur darum, lediglich theoretische Erkenntnisse über die Probleme des Wandels zu gewinnen. Vielmehr versuchen wir bis heute , die darin verborgenen Chancen aufzuspüren, um praktische Wege aufzuzeigen, wie diese Chancen für die Weiterentwicklung von Individuen und Organisationen nutzbar werden.

In den Jahren 1980 bis 1990 gestaltete die GAB beispielsweise
Ein besonderes Augenmerk lag in diesen Jahren auf der Erforschung der persönlichkeitsbildenden Wirkung künstlerischer Übungen, die in breitem Umfang in Bildungsgängen erprobt wurden (z.B. Ford- Werke Köln, Voith AG Heidenheim, BEA Düsseldorf). Es zeigte sich, dass sich „Künstlerisch Handeln“ keineswegs auf den Einsatz künstlerischer Übungen beschränkt. Vielmehr erfordern die zunehmend offenen Arbeitssituationen, „wie ein Künstler“ vorzugehen, d.h. wahrnehmungsoffen einen Dialog mit den Gegebenheiten zu führen und daraus Handlungsideen zu gewinnen.

Ab 1990 erweiterte die GAB ihr Themenspektrum erheblich. Viele Institutionen vertrauten ihr die Modernisierung ihrer Aus- und Weiterbildung an (z. B. AOK Baden-Württemberg, dm Drogeriemarkt).

Aus einem Organisationsentwicklungsprojekt (Altenheim Haus Aja Textor-Goethe, Frankfurt) und der Zusammenarbeit mit einem Verband (Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit) entwickelte die GAB München ein speziell für die Belange sozialer und pädagogischer Einrichtungen zugeschnittenes Qualitätssicherungs- und –entwicklungsverfahren, das bis heute von ca. 300 Einrichtungen angewendet wird, u. a. von mehr als 50 Berufsschulen der Landeshauptstadt München.

Der Ansatz des „künstlerischen Handelns“ erfuhr eine Vertiefung durch die intensive Kooperation mit dem Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e. V. (ISF München). Aus dem Zusammenführen des von Prof. Fritz Böhle entwickelten Modells des „subjektivierenden Arbeitshandelns“ und dem Modell des „künstlerischen Handelns“ der GAB München entstand das Konzept des erfahrungsgeleiteten Arbeitens und Lernens. Gemeinsam wurden im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung große Entwicklungsprojekte durchgeführt, wie dieses erfahrungsgeleitete Arbeiten und Lernen in der Aus- und Weiterbildung möglich wird (z.B. bei Chemiefacharbeitern / Wacker Chemie GmbH, Burghausen; bei Friseur/innen / Friseur- und Kosmetikinnung Cottbus; bei Ingenieur/innen / BASF Ludwigshafen, BMW AG Regensburg, m+w Zander Facility Engineering, Stuttgart und Nürnberg).

Weitere wichtige Themen waren und sind etwa

Seit vielen Jahren ist die GAB München auch im internationalen Bereich tätig (mehrere Leonardo-Projekte, u.a. zur Gewaltprävention in der Berufsausbildung, zur Frage des Lernens in schlanken Unternehmen; Forschungen im Auftrag von CEDEFOP, internationale Beratungen).

Die Gestaltung des Verhältnisses zwischen „Beruf und Biografie“ ist seit Bestehen der GAB ein Kernthema. Auch in jüngster Zeit ist dies Gegenstand mehrerer Projekte (z.B. Modellversuch „Flexkom“ / Handwerkskammer Mainz; Projekt 45 PlusPunkte / Zarabina, Luxemburg).

2005 geht die GAB München noch einen Schritt weiter. Sie entwickelt einen eigenen Weiterbildungsberuf für Ausbilder/innen, den „Berufspädagogen Aus- und Weiterbildung (IHK)“ und begleitet dessen Umsetzung bei mehreren Kammern bzw. Bildungsträgern.

Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung GbRmbH