"Studica - Studieren à la carte“
„Was hätten Sie denn gerne?“
Das Projekt „Studica - Studieren à la carte“ will ermöglichen, dass Praktiker das studieren können, was sie wirklich brauchen. Dafür werden Hürden des Hochschulzugangs abgebaut und eine freie Auswahl der Studieninhalte ermöglicht bis hin zum Master-Abschluss.
Die GAB München ist Projektpartner der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter im vom BMBF im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschule“ prämierten Projekt „Studica – Studieren à la carte“. Das Projekt ist eines der 26 aus 167 ausgewählten Vorhaben, das mit 3,5 Jahren Laufzeit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit einer Kofinanzierung durch den Europäischen Sozialfond (ESF) gefördert wird.
Ziel des Vorhabens der Alanus Hochschule ist es, wissenschaftliches Wissens, wissenschaftliche Methoden und wissenschaftliche Erkenntnis für Praktiker nutzbar zu machen. Dies soll durch eine offene Studienorganisation nachhaltig erleichtert werden.
Ihre Merkmale sind:
1. Praktiker – insbesondere auch Nicht-traditionell-Studierende – sollen an der Hochschule genau dasjenige wissenschaftliche Wissen erlangen können, das sie in ihrer beruflichen Praxis benötigen.
2. Zugleich sollen sie akademisches Wissen und Kompetenzen bis zu einem Master-Abschluss akkumulieren können.
3. Dafür werden für Personen ohne klassische Hochschulzugangsberechtigung neue Wege in die Hochschule geschaffen, indem ihr berufliches Wissen und Können und ihre Berufserfahrung in entsprechenden Äquivalenzfeststellungsverfahren erfasst werden, welche ihnen einen Hochschulzugang ohne Abitur ermöglichen.
4. Gleichzeitig wird das akademische Angebot „praxisnäher“ gestaltet, durch neue Lehr- und Lernformen und eine andere zeitliche Verortung der Angebote.
5. Berufliche Fort- und Weiterbildungsangebote werden mit dem Zugang zur Universität verzahnt. Das ermöglicht den Studierenden, die eigene Berufsbiographie freier zu gestalten.
Die Maßnahmen stellen einen wichtigen Schritt zur Überwindung des deutschen Bildungsschismas – der strikten Trennung von beruflicher und akademischer Bildung –dar. Erprobt wird das Konzept zuerst für zwei ausgewählte Fachgebiete: Social Responible Banking und Betriebliche Berufspädagogik.
Die GAB München übernimmt im Rahmen dieses Vorhabens Beratungs-, Forschungs- und Entwicklungsaufgaben zur Konkretisierung des akademischen Lernbedarfs, zur Kompetenzfeststellung der Studierfähigkeit, zur Übertragung des Erfahrungs- und projektbasierten Lernens auf den akademischen Kontext und zum Aufbau einer einfach handhabbaren und effektiven Qualitätsentwicklung des „Studierens à la carte“.
Darüber hinaus ist die GAB verantwortlich für die formative, begleitende Evaluation des Projekts sowie für seine Abschlussevaluation. Durch diese Beiträge unterstützt die GAB München die Öffnung der Hochschule für Nicht-traditionell Studierende, damit diese ihre Berufsbiographie selbst gestalten können.
Projektlaufzeit:
01.10.2011 – 31.03.2015
Projektbeteiligte:
Nicolas Schrode (Projektleitung), Anna Maurus, Christiane Hemmer-Schanze, Jost Wagner, Hans G. Bauer, Angelika Dufter-Weis, Nathalie Kleestorfer, Claas Triebel
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weiterführende Links:
Gesellschaft für Ausbildungsforschung und
Berufsentwicklung - GAB München