Bücher © GAB München © GAB München

Woher wir kommen:
Eine kurze Geschichte der GAB München


Die GAB München wurde 1980 von Michael Brater, Erhard Fucke und Hans-Ulrich Wehle als gemeinnütziger Verein gegründet. Von Anfang an stand die Erforschung von Umbrüchen in Gesellschaft und Arbeitswelt mit der Frage im Mittelpunkt, wie Arbeit und Beruf persönlichkeitsbildendend wirken können. Dabei sollten nicht zuletzt auf Basis der anthroposophischen Menschenkunde und Waldorfpädagogik neue Ansätze für die Berufswelt entwickelt werden.

Ziel der GAB München war es dabei von Anfang an, nicht lediglich theoretische Erkenntnisse über die Probleme des Wandels zu gewinnen. Vielmehr versuchen wir bis heute, die darin verborgenen Chancen aufzuspüren, um praktische Wege aufzuzeigen, wie diese Chancen für die Weiterentwicklung von Individuen und Organisationen nutzbar werden.

Im Zentrum der ersten Jahre stand vor allem die Frage nach persönlichkeitsbildender Berufsbildung, modernen Methoden und Ansätzen der Berufsbildung und der Unterstützung von benachteiligten jungen Menschen im Zentrum der Forschungs- und Entwicklungsarbeit. (Firma Philips Wetzlar, Fordwerke Köln)

Dabei spielten von Anfang an auch künstlerische Ansätze und Handlungsweisen eine zentrale Rolle. Was kann die moderne Arbeitswelt von der Handlungsweise von Künstlern lernen? Was können künstlerische Übungen und Aktivitäten zur Förderung von betrieblichen Lernprozessen und zur Persönlichkeitsentwicklung von Beschäftigten beitragen? Diesen und ähnlichen Fragen ist die GAB München seit vielen Jahren in unterschiedlichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten nachgegangen. (Firma Voith Heidenheim, Fordwerke Köln, BEA Düsseldorf)

In den 90er Jahren erweiterte sich das Arbeitsfeld der GAB München. Zum einen entstand aus einem Organisationsentwicklungsprojekt (Altenheim Haus Aja Textor-Goethe, Frankfurt) und der Zusammenarbeit mit einem Verband (Verband für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und soziale Arbeit) das auf die speziellen Belange sozialer und pädagogischer Einrichtungen zugeschnittene GAB-Verfahren zur Qualitätssicherung und -entwicklung, das seitdem in vielen sozialen und pädagogischen Einrichtungen zum Einsatz gekommen ist. Gleichzeitig gewann dadurch auch die Begleitung von Organisationsentwicklungsprozessen durch die GAB München an Bedeutung.

Zum anderen wurde in Kooperation mit dem Institut für sozialwissenschaftliche Forschung e. V. (ISF München), insb. Prof. Fritz Böhle das Konzept des „erfahrungsgeleiteten Arbeitens und Lernens“ entwickelt. Dieses Konzept, das die Erfahrung “mit allen Sinnen“ in den Mittelpunkt stellt, wurde in der Aus- und Weiterbildung sowohl der hochtechnisierten Produktion wie auch der Dienstleistungswirtschaft erfolgreich erprobt und eingesetzt. (Wacker Chemie Burghausen, BMW Regensburg, BASF Ludwigshafen, Friseurhandwerk)

Schließlich gewannen vor dem Hintergrund einer zunehmenden Individualisierung sowohl der Gesellschaft wie auch der Arbeitswelt Handlungsansätze an Bedeutung, die den Menschen in seinen biographischen Bezügen ernst nahmen und ihn als selbstverantwortlichen Gestalter seiner Lebensverläufe unterstützten. Die Stärkung der berufsbiographischen Gestaltungsfähigkeit ist seitdem zu einem wichtigen Arbeitsfeld der GAB München geworden, das im Rahmen verschiedener Forschungs- und Entwicklungsprojekte immer wieder weiterentwickelt wird. (Handwerkskammer Mainz, Zarabina Luxemburg)

All diese Themen haben auch die Arbeit der GAB München in den letzten 10 Jahren geprägt und prägen sie noch heute. Hinzu gekommen sind vermehrt Ansätze zur Unterstützung von Bildungsprozessen in kleinen und mittleren Unternehmen durch den Ansatz „Lernen am eigenen Problem“ bis hin zur Initiierung von Lernnetzwerken im In- und Ausland. (z.B. in Kooperation mit Forum Berufsbildung Berlin, dem Referat für Arbeit und Wirtschaft München und dem Verband der kleinen und mittleren Unternehmen in Rumänien)

Auch hat die GAB München in den letzten Jahren zunehmend in internationalen Forschungs- und Entwicklungsprojekten auf EU-Ebene und in anderen europäischen Ländern mitgearbeitet. (Im Rahmen des Life-Long-Learning-Programms, CEDEFOP)

Im Kern stehen aber nach wie vor die Unterstützung und Qualifizierung von Menschen, die in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig sind, mit modernen und wirksamen Ansätzen der Berufspädagogik. Mit der Methode der Lernprozessbegleitung und des Lernens in der Arbeit hat die GAB München dazu Instrumente entwickelt, die in vielen innovativen Unternehmen unterschiedlichster Branchen mit großem Erfolg eingesetzt werden. (AOK Baden Württemberg, dm drogeriemarkt, Deutsche Telekom)

Darüber hinaus hat die GAB München in den letzten Jahren nicht nur unterschiedlichste Qualifikationsanalysen gerade im Hinblick auf das betriebliche Bildungspersonal aber auch andere Berufsgruppen erarbeitet, sondern hat vor allem in Zusammenarbeit mit bildungspolitischen Institutionen die Herausbildung eines eigenen Berufsbildes für Aus- und Weiterbildner angestoßen und umgesetzt. (Bundesinstitut für Berufsbildung)

Der „Gepr. Aus- und Weiterbildungspädagoge (m/w)“ und der „Gepr. Berufspädagoge (m/w)“ sind die neu geschaffenen Fortbildungsberufe, die den zunehmenden berufspädagogischen Anforderungen an betriebliche Aus- und Weiterbildung Rechnung tragen. Die GAB München bietet hierfür eine eigene Weiterbildung an, in die unser berufspädagogisches Knowhow einfließt. Darüber hinaus unterstützt sie Unternehmen und Organisationen, die ihre Aus- und Weiterbildung innovativ und vor allem wirksam gestalten wollen, durch Forschung, Beratung und Weiterbildung.




Volltextsuche
Letzte Suchergebnisse

Beschränke die Suche auf Inhalte, die mit den folgenden Schlagworten gekennzeichnet sind:




Impressum | AGB | Datenschutzrichtlinie | © GAB München | Web-Design: Piktoresk