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Entwicklung einheitlicher Prüfstandards und Entwicklung eines Weiterbildungskonzeptes für die Heimaufsichtsbehörden

(09/2007 – 12/2008)


Im Zuge der Schaffung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetz - PfleWoqG wurde neben der Qualität der Pflege in den Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe auch die Qualität der Heimaufsichtsbehörden weiter gestärkt und ein einheitlicher Prüfstandard entwickelt.




Über das Projekt


Folgende Ziele wurden erreicht:
  • Schaffen einer einheitlichen Prüfbasis für Bayern, um die Prüfergebnisse landesweit vergleichbar zu machen, sowie Schaffung einheitlicher Prüfberichte: http://www.stmgp.bayern.de/pflege/fqa/pruefleitfaden/doc/pruefleitfaden.pdf
  • Ermöglichen einer gemeinsamen (bezirks- und landkreisübergreifenden) Identität der Heimaufsicht in Bayern
  • sicherstellen der Prüfung der Authentizität des Qualitätsmanagements des jeweiligen Heims
  • Stärkere Konzentration auf die Ergebnisqualität bei der Prüfung der Heime (im Sinne der „Qualität, die beim Bewohner ankommt“)
  • Ausrichtung der Prüfung nicht allein auf potenzielle Defizite eines Heims (ordnungsrechtliche Aufgabe der Heimaufsicht), sondern Berücksichtigung der Potenziale und Stärken (Förderung der Beratungs- und Beurteilungskompetenz der Heimaufsicht)
  • Durch die Qualifikation der Prüfer und die verbindliche Regelung der Prüfstandards wurden die Prüfer in ihrer Prüfungs- und Begutachtungsaufgabe gestärkt sowie eine QM-System für die Heimaufsicht aufgebaut (Identitätsbildung)
Im Zug der neuen Prüfkultur wurde die Heimaufsicht in Bayern umfirmiert in: FQA - Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen - Qualitätsentwicklung und Aufsicht.


Perspektive auf Beziehungsqualität im Prüfleitfadenprojekt


Die Heimaufsicht begab sich bei ihrer Begutachtung auf ein Gebiet, das bisher zumindest nicht explizit im Fokus war, nämlich die Beziehungsqualität. Gemeint sind damit, soweit es den Umgang der Mitarbeiter und der Leitungen betrifft, die sogenannten „weichen“ Faktoren, die man sonst auch als Betriebsklima, Unternehmenskultur, werteorientierte Unternehmensführung, Kommunikationskultur, Anerkennungskultur bezeichnet. In der Interaktion zwischen Pflegenden und Bewohnern meint man damit die Qualität der Pflegebeziehung. Auch diese zeigt sich in der Kommunikationskultur, im Miteinbeziehen des Bewohners, im Anerkennen seiner Sicherheits-, Gestaltung-, Entscheidungs- und Kommunikationsbedürfnisse, der Wertschätzung seiner Person. Die Heimaufsicht erweitert damit ihr bisheriges Begutachtungsfeld um einen Bereich, der für die subjektiv empfundene Ergebnisqualität, d.h. die Arbeitszufriedenheit bei den Pflegenden und die Lebensqualität bei den Bewohnern absolut zentral ist, auch wenn er nicht immer einfach und objektiv zu messen ist. Anregung für die Begutachtung geben z.B. Instrumente, mit denen sich die Unternehmenskultur und das Betriebsklima erfassen lässt.



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AutorInnen


Dr. Stefan Ackermann
Anna Maurus

Weiterführendes

Projekte:

  • Einheitliche Prüfstandards und Weiterbildungskonzept für die Heimaufsicht in Bayern
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