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Planspiele für das Lernen mit- und voneinander

Bericht aus dem Seminar zum geprüften Aus- und Weiterbildungspädagogen (m/w)


Im Seminar 2 steht das Ausprobieren, Spielen, Erfahren, fühlen und Reflektieren von Planspielen auf dem Programm der Fortbildung zum Aus- und Weiterbildungspädagogen bzw. Berufspädagogen. Die Teilnehmer_innen erleben in diesem Seminar Planspiele als eine zentrale Methode für erfahrungsgeleitetes Lernen und somit als eine wichtige Methode für handlungsorientierten Unterricht. In Planspielen haben Lernende in ganz intensiver Weise die Möglichkeit, sich selbst in Interaktion zu erfahren und aus dieser Erfahrung zu lernen.





Ein dem Arbeitsalltag fernes Szenario, als Spiel eingeleitet und mit Regeln und Rollen ergänzt, entführt die Lernenden in ein Umfeld, in dem sie sich frei ausprobieren und agieren können. Die Lernenden werden allem voran aktiviert. Genau dieses Umfeld brauchen wir, um erfahrungsgeleitet lernen zu können. Hierzu gehört neben der Bereitschaft der Lernenden, sich auf ein solches Planspiel einzulassen, vor allem auch eine Auswertung, das genannte Debriefing, am Ende jedes Planspiels. Erst hier kommt es häufig zu den „Aha-Erlebnissen“, wenn eine Gruppe nicht sofort oder nur über Umwege zum gewünschten Ziel kommt. Durch das Betrachten dessen, was im Spiel passiert ist, können Verhaltensmuster sichtbar und bewusst werden. Das macht das Lernen aus Planspielen so besonders intensiv.

Im 2. Seminar der Fortbildung haben wir uns für dieses Lernen besonders viel Zeit genommen und viele Planspiele ausprobiert. Neben dem Auswerten der Lernerfahrungen in der Gruppe, haben wir die Spiele stets aus Sicht eines Lernbegleiters hinterfragt und Ideen entwickelt, wo die Spiele einsetzbar sind.

Höhepunkt war das selbstständige Entwickeln eines Planspiels. Durch ein eigens hierfür kreiertes Planspiel konnten die Teilnehmer_innen ihrer eigenen Kreativität freien Lauf lassen und selber als Planspielentwickler tätig werden. Die Ideen waren toll und leiteten uns zu einer weiteren Spielrunde, in der wir die Planspiele ausprobieren konnten. So konnten einige Lernende auch mal aus der Rolle der Spieler_innen heraus- und in die Rolle der Spielleitung hineinschlüpfen. Was die Teilnehmer_innen als sehr bereichernd empfanden. Teambildung, die Stärkung des gegenseitigen Vertrauens und das noch tiefere Zusammenwachsen der Lerngruppe gab es quasi „gratis“ dazu.

Feedback: „Ich kenne die Methode und mache Planspiele mit meinen Auszubildenden. Es ist aber ganz anders, mal auf der anderen Seite zu sitzen und zu spüren, wie es sich anfühlt, was wir mit den Auszubilden machen.“



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Kristina Horn Kristina Horn
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