zurück


IntAB

Integrative Ausbildung für Büroberufe


Wissenschaftliche Begleitung des Konzepts IntAB, einer integrierten Berufsausbildung für behinderte Rehabilitanden im Bürobereich.



Kurzbeschreibung


Es werden zwanzig körperbehinderte und lernbehinderte Auszubildende für eine Bürokaufmannsausbildung beim Berufsbildungswerk Hamburg integrativ in einer Übungsfirma, in Praxisbereichen des BBW und in begleitenden betrieblichen Praktika vom BBW Hamburg und der G 12 ausgebildet. Ein handlungsorientiertes Ausbildungskonzept wird mit Lernsituationen an betrieblichen Arbeitsplätzen innerhalb und außerhalb des BBW verbunden.

Integrativ bedeutet, dass Auszubildende mit unterschiedlichen Behinderungsformen gemeinsam lernen. Die Ausbildung basiert auf einer Lernfeldkonzeption, die eine möglichst weitgehende Verzahnung der Ausbildung des Berufsbildungswerkes und der Berufsschule möglich macht.Der Berufsschulunterricht ist mit seinem fachtheoretischen Teil fast vollständig in die handlungsorientiert konzipierte Übungsfirma integriert. Die Abschlussprüfung ist je nach Behinderung individuell zu gestalten.

Grundsätzlich soll jeder Auszubildende die Chance erhalten, gemäß §25 BBiG, ggf unter Ausschöpfung der in §48 BBiG vorgesehenen Hilfen, geprüft zu werden. Für Auszubildende, die den Anforderungen einer solchen Prüfung nicht gewachsen sind, ist ein in die Abschlussprüfung der Bürokaufleute integrierter Abschluss zum Bürofachgehilfen/zur Bürofachgehilfin nach §48 BbiG möglich. Auszubildende, die auch diesen Anforderungen nicht gewachsen sind, stehen nicht mit leeren Händen da, sondern bekommen die in der Ausbildung entwickelten Kenntnisse und Fähigkeiten von der Handelskammer Hamburg zertifiziert.


Ausgangsfrage / Vorgehensweise


  • Welche besonderen gruppenbildenden und sozialen Formen der Zusammenarbeit müssen beachtet werden, wenn Lernbehinderte und körperlich Behinderte gemeinsam arbeiten und lernen? Können Synergien gerade auch aus der Unterschiedlichkeit der Teilnehmer und Teilnehmerinnen gewonnen werden?
  • Ist die Zuordnung der Fachinhalte und Arbeitaufgaben sinnvoll gestaltbar und entspricht sie der "Arbeitsrealität" auch außerhalb der Übungsfirma, so dass der Transfer im Betriebspraktikum geleistet werden kann?
  • Sind die geleisteten Vorarbeiten (schriftliche Ausarbeitungen zu den Lernfeldern s.o.) hinreichend oder können auch allgemeinbildende Teile in das Arbeitshandeln und dessen Reflexion eingebunden werden; oder sind die Lernfelder überfrachtet und müssen doch noch mehr als geplant theoretische Anteile parallel ,,gelehrt" werden?
  • Sind die Kernhandlungen der Lernfelder und die vorgesehenen Qualifikationsstufen in sinnvolle Arbeitsaufgaben zu übertragen? Welche methodisch- didaktischen Besonderheiten müssen dafür entwickelt werden?
  • Gelingt es, die unterschiedlichen Arbeitsorientierungen und Fähigkeiten des gesamten Reha-Teams - Ausbilder, Lehrer und Mitarbeiter der Fachdienste - fruchtbar und produktiv im Sinne der Konzeption zu bündeln?



Projektpartner




Volltextsuche
Letzte Suchergebnisse

Beschränke die Suche auf Inhalte, die mit den folgenden Schlagworten gekennzeichnet sind:


Projektlaufzeit

Juli 2000 bis Dezember 2003

Finanzierung


Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Kontakt aufnehmen

Partner


Veröffentlichungen


  • Beschreibung der Fachtagung „Betriebnahe Ausbildung behinderter Menschen“
  • Powerpointpräsentation zur Fachtagung
  • Wolfgang Seyd: Kooperation mit Betrieben. Grundlage einer erfolgreichen Integration. Manuskript
  • Ute Büchele et.al.(2002): Integrative Ausbildung für Büroberufe
  • Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung. München
Impressum | AGB | Datenschutzrichtlinie | © GAB München | Web-Design: Piktoresk